Die Rebfläche in Österreich umfasst rund 51.000 Hektar, die sich zum größten Teil in den östlichen und südöstlichen Landesteilen befinden.
Die Verteilung zwischen Weiß- und Rotwein fällt eindeutig zugunsten des Weißweins aus: 70 % sind mit den 22 für Qualitätsweinerzeugung zugelassenen weißen Rebsorten bestockt. Der Rotweinanteil
(13 Sorten) ist in den letzten Jahren auf 30 % angewachsen.
(Bild: © ÖWM)
In der Steiermark heißt die Weinregion "Steirerland" (3.700 ha) und ist in drei Weinbaugebiete gegliedert:
Südoststeiermark (1.300 ha):
Traminer als Spezialität von vulkanischen Böden, große Weißweinvielfalt (z.B. Weißbrugunder, Morillon) und elegante, fruchtige Rotweine (z.B. Zweigelt).
Südsteiermark (1.950 ha):
Sortenvielfalt mit dem Spitzenreiter Sauvignon Blanc, flaniert von Welschriesling, Morillon, Weißburgunder und Muskateller, entweder klassisch oder als Langenwein
Weststeiermark (450 ha):
Blauer Wildbacher in allen Varianten, allen voran der rosafarbene Schilcher mit rassiger Säure und pikanter Frucht
Das Weinviertel ist das größte von acht Weinbaugebieten in Niederösterreich und zählt so wie das Burgenland zum Gebiet "Weinland Österreich".
Weinviertel (16.650 ha):
Das Weinviertel ist jedem österreichischen Weinfreund ein Begriff, doch auch international steigt der Bekanntheitsgrad des größten österreichischen Weinbaugebietes. Die Rebfläche von 16.650
Hektar ist ein wesenlicher Faktor, doch das Erfolgsrezept heißt Grüner Veltliner(mit "Pfefferl" und Frucht), namentlich in der gebietstypischen Ausprägung als Weinviertel DAC.
Die weiteren Weinbaugeibiete in Niederösterreich: Wachau (1.400 ha); Kremstal (2.250 ha); Kamptal (4.000 ha); Traisental (700 ha); Donauland (2.800 ha); Carnuntum (1.000 ha);
Thermenregion (2.500 ha)
Das Bundesland Burgenland gehört zur Weinbauregion "Weinland Österreich" und zählt vier Weinbaugebiete mit gesamt 15.850 ha:
Neusiedlersee (9.100 ha):
Vielfalt in Weiß, Rot und Süß, Weltklasse Prädikatswien aus dem Seewinkel, Rotweine - vor allem Zweigelt - mit Fruchtschmelz, kräftige Weißweine.
Neusiedlersee-Hügelland (4.150 ha):
Land der Allrounder mit komplexen Weißweinen, vor allem vom Leithaberg, kraftvollen Rotweinen und dem Ruster Ausbruch als traditionellem Süßwein.
Mittelburgenland (2.100 ha):
Blaufränkischland mit Sortenvertretern in gorßer Bandbreite, gebietstypische DAC-Weine, von frisch-fruchtig bis zu gereift-gehaltvoll
Südburgenland (500 ha):
Blaufränkisch mit eigenbständiger mineralischer Würze, vor allem vom Eisenberg, Welschriesling als weiße Hauptsorte